[Stadt] Quarthdarhst (Karthago)

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      Achtung Baustelle: weitere Texte, Karten wie weiteres Bildmaterial werden noch folgen! Auf Grund des Maximums an Zeichen bin ich gezwungen, mir einige Posts zu reservieren.

      Dieser Thread dient als Basis der Diskussion bezüglich aller Themen, die die Stadt Karthago im Näheren wie auch im Weiteren betreffen können und sollte daher auch dergestalt genutzt werden, wie es denn seiner Planung entspricht, weshalb ich hier, gleich zu Anfang, das geneigte Publikum, welches sich vielleicht auch dazu anschicken mag, mannigfaltige Formen der Kritik bezüglich der Thesen oder Formen dieses Schreibens zu veröffentlichen, ermahnen muss, dieses hehre und richtige Tun bitte auch der Art zu gestalten, als dass es sich doch bitte mehr als ein paar kurze Zeilen, voller Floskeln und Worthülsen handelt, denn dies wäre, wie ich finde, äußerst unangebracht ob der sich hier ankündigenden Thematik. Ich will jetzt nicht grob klingen, doch möchte ich - sofern jetzt nicht schon alle potentiellen Schreiberlinge und Kritiker verscheucht sind - um triftige, treffende und vor Allem themenbezogene Kritik bitten, mit der sich dann akkurat und zielgenau arbeiten lässt, was jedoch nicht heißt, dass die unbedarfteren Worte des Lobs, gemeint sind kleine, aber feine Ausrufe, die teils auch frech anmuten dürfen, im Umfeld dieses Threads vollkommen verpönt oder unerwünscht sind, doch sei es angeraten, diesen netten Gesten noch ein paar weitere Worte anzugliedern. Was Interessenten des Projekts Quadesh oder auch jene anbelangt, die sich baulich für Karthago selbst interessieren, denen sei an dieser Stelle gesagt, dass sie sich im Teamspeak oder über die PM-Funktion bei mir oder Patrick_Star zu melden haben und es unbedingt unterlassen sollten, ihr Anliegen hier vorzutragen, da es hierbei, wie bereits gesagt, um einen Diskussionsthread handelt und nicht um eine Plattform für Bewerbungen bezüglich des Projekts. Um diesen Thread, trotz der sich offenbarenden Übermengen teils bizarr anmutendem Textes, einigermaßen übersichtlich und praktisch zu gestalten, habe ich für die Lesefaulen unter euch, die Materie in Kapitel gezwängt und diese derartig gegliedert, wie ich es für nötig hielt, sie der Allgemeinheit unseres Forums zu präsentieren, da mir der praktische Sinn zuweilen abzugehen pflegt und ich mich immer wieder der Zwangsneurose, im Detail der Ästhetik zu frönen, unterliegen sehe, bin ich mir jedoch nicht ganz sicher, ob mir dieses Unterfangen, den Text in einer einigermaßen praktischen Form eingefangen zu haben, auch wirklich gelungen ist und bitte daher, das heißt: falls es mir wirklich nicht gelungen ist, um Verzeihung. Da es sich beim Lesen jedoch primär um eine erheiternde Tätigkeit handelt, möchte ich dem geneigten Probanden noch eine kleine Floskel mit auf den Weg geben, die zu gleichen Teilen als Bitte wie als Anleitung verstanden werden möge: Viel Spaß!
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      Die Idee zu einer derartigen Stadt, orientalisch, maritimer Ausgestaltung, erwuchs dereinst unserem vielgeehrten Gründungsmitglied MrEscobar, welcher sich bereits auf den Vorgängerservern dazu anschickte ähnliche bauliche Maßnahmen zu treffen und umzusetzen, was er in einer Form von wohl nie dagewesener ästhetischer Dimension vollbrachte, die wohl schon damals so Manchen dazu bewegt haben mag, es ihm gleichzutun und aller spielmechanischen Widrigkeit und "Unmöglichkeit" zum Trotz im Detail nach neuen Möglichkeiten der Ausgestaltung in Sachen Minecraft zu suchen, wozu man wohl auch so einige langjährige Craftasianer zählen kann oder eigentlich muss, wenn man die spielerische Vergangenheit dieser Personengruppe vor Augen hat. Esco war zu jener Zeit mit der erste (mir bekannte) Minecraftspieler, der es nicht auf schiere Größe oder das bloße Spiel an sich abgesehen hatte, sondern das Spiel vielmehr als Plattform für immer gewagtere, immer abgespacetere Bauwerke im Rahmen des normalen Survivalspiels begriff, wozu wohl auch einige Sandbauten in einer abseits gelegenen Dünenlandschaft gehörten, die meiner Erinnerung nach, die ersten seiner Bauwerke darstellen, die grob die Thematik "Wüstenstadt" treffen und damit wohl den Anfang der Idee hinter Karthago markieren. Später begann er dann an einem weiteren Projekt, welches auf den klangvollen Namen "Damaskus" hörte, zu werkeln, wobei jedoch erwähnt sei, dass dieses Damaskus keinem historischen Nachbau der gleichnamigen, mehrere tausend Jahre alten Stadt gleichkam und auf gar keinen Fall als eine Rekonstruktion dieser wahrgenommen werden sollte, da es sich hierbei um eine Besiedlung maritimer Natur, von starrem und doch schön anzusehendem Mauerwerk umschlossen, handelte und keineswegs einer von Ackerbau und Viehzucht geprägten Flussansiedlung, wie jener des antiken und mittelalterlichen Damaskus. Aus diesem Grunde stellt "Damaskus" den Anfang von "Karthago" dar und wenngleich sich das jetzige Konzept auch in vielen Punkten und auch vom Grade der Ausgestaltung her stark von dem Vorgängermodell unterscheiden mag, so war dies doch der Grundstein und Grundgedanke hinter der späteren Konzeption und Ausrichtung Karthagos und einiger anderer Teilprojekte in den Weiten der grausigen und lebensfeindlichen Wüste Quadeshs. Um diese Ausführung noch ein Wenig mehr zu präzisieren, sei gesagt, dass die Mauer Karthagos jener von Damaskus nachempfunden wurde und auch das Unterteilen der Besiedlungsfläche in verschiedene Ebenen und Bezirke stellt ein Erbe jener Stadt dar.

      Ein Bild des Vorgängers "Damaskus" von Mrescobar
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      Als wir uns dann während und nach der Gründung von Craftasy dazu anschickten, ausgehend von "Damaskus" aus, nicht nur eine, sondern gar mehrere Städte dieser Facon grob anhand des Beispiels und der Form zu erbauen, welches uns dieses Vorgängermodell lehrte, teilten wir das Land, welches wir das "Sultanat von Quadesh" tauften, unter uns auf, worauf wir unsere jeweiligen Teilprojekte, Pselkis und Karthago, begannen, wobei an dieser Stelle gesagt sei, dass baulich gesehen bei beiderlei Projekten nicht zunächst nicht viel geschah, denn es war so, - wer hat es nicht schon erahnt - dass wir uns zunächst mit einer für einige Spieler eher notdürftig-lästigen, für wieder andere Spieler mit einem an fanatischer Begeisterung erinnernden Betragen empfangenen und empfundenen Tätigtigkeit herumärgern mussten, namentlich: dem Farmen. In Pselkis, oder besser umschrieben: in Pselkis und der dortigen Peripherie, jenem Teilbereich, den ich mir ergaunert hatte, kamen wir vergleichsweise gut voran, zumal wir schon recht früh Zuwachs an neuen Mitgliedern erhielten, die uns trotz anfänglicher Skepsis recht gut aushalfen und zudem in jenem Teil des Wüstenreichs eine recht gute, arbeitsame Stimmung verbreiteten, die uns vor Allem in erster Zeit dazu beflügelte auch dementsprechend voranzupreschen und so manch anderes Projekt dazu bewegte neidvoll zu uns aufzublicken. Indes war Esco in Karthago fleißigst damit beschäftigt, ausreichend Rohstoffe für sein Vorhaben zu sammeln, wobei zu erwähnen ist, dass er diese Tätigkeit in der Form betrieb, als dass er erst dann damit anfangen wollte, die Stadt zu bauen, wenn er denn nach seinen Kriterien genug gesammelt hätte, um den baulichen Maßnahmen seinen Ideen und Einfällen gemäß nachgehen zu können, ohne in die Verlegenheit und situativen Ungunst der Materialknappheit zu geraten, doch schien Esco das Spiel nach einiger Zeit nicht mehr in dem Maße kreativ zu beschäftigen oder allgemein zu beschäftigen, als dass es ihm zum Spaß gereichte - oder er hatte einfach Anderes zu tun -, weshalb er alsbald das Projekt aufgab und nur noch sporadisch auftauchte.

      Ältere Baustellenphotos der Stadt:
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      Nun war es aber so, dass wir, also die Belegschaft der Stadt Pselkis, die sich zudem schon anschickte, alle Gebiete südlich von Karthago ihr Eigen zu nennen, trotz der relativen Nähe Quadeshs zu Ituria und trotz des stetig und damals noch beständiger voranschreitenden Projektfortschritts, über keine Direktverbindung zum Spawn verfügten, was recht ärgerlich war, wo wir doch auch schon zu jener Zeit oftmals auswärts, sprich: in fremden Landen, verkehrten und teils sogar bauten. Wir errichteten zwar einen kleineren Hafen nahe der Stadt Pselkis, namentlich die Festungsstadt Arbela, die fortan eine Reisepassage über Arboria hin zum Spawn darstellte, doch war dies, obschon es seinen Zweck erfüllte, nicht wirklich zufrieden stellend, zumal wir schon über ein Schiff für Karthago verfügten, andere Projekte, die meist jüngeren Datums als das unsrige waren, bereits über derartige Direktverbindungen verfügten und der Standort Karthago bereits in dem Grade fertiggestellt hätte sein müssen, als dass wir ihn nach Möglichkeiten hätten nutzen können. Um diesen Umstand zu beheben, machten wir uns alsbald, also zu jenem Zeitpunkt, wo es uns dringlich wurde und andere Teilprojekte langatmig schienen, auf die städtebaulichen Maßnahmen fortan selbst in die Hand zu nehmen und so rissen wir am 23.9.2011 die Herrschaft über die Stadt mitsamt des umliegenden Gebiets an uns und begannen nun damit die ersten Pfosten der Kaimauer in den Sand zu setzen, Sand wegzuschaufeln sowie den notdürftigen Pflichten des Farmens nachzukommen, denn am Lager Escos, welches wir später in die Kanalisation integrierten, wollten wir uns nicht wider unserem Ehrgefühl bereichern, obschon gerade dies die Anfänge der Stadt immens erleichtert hätte. Nach der ersten Phase der Erschließung jenes Gebietes, als Kaimauer und Stege schon standen, nicht aber Mauern und Trennwände zwischen den Viertel der Stadt, erbauten wir uns eine neue Mine, östlich unserer neuen Baustelle, denn unsere altgediente, war schon ganz und gar erschöpft oder ausgeminert und ferner erschien es uns zudem höchst ungünstig, immer wieder aufs Neue den Pfad von Amida nach Karthago anzutreten, um uns mit neuen Rohstoffen zu versorgen, wo sich doch wesentlich bequemere und logistisch klügerere Optionen anboten, wie eben jener Möglichkeit, derer wir uns angenommen haben. Ich könnte dieses Geschreibsel jetzt fast noch beliebig lang weiter in die Länge ziehen, doch entspricht dies nicht meinem Ansinnen, dem geneigten und geflissentlich konsumierenden Leser einen kurzen Überblick über die Baugeschichte Karthagos zu verschaffen, weshalb an dieser Erwähnt sei, dass wir uns vom eben genannten Datum bis Weihnachten letzten Jahres in einer recht arbeitsamen Stimmung befanden, welches es uns erlaubte, in vergleichsweise kurzer Zeit, doch recht viel schaffen. Nach jener Zeit, gab es immer wieder Anfälle plötzlicher Kreativität und Baulust, doch war es, nachdem wir es geschafft hatten, eine Schiffsverbindung zu etablieren, zwar nicht sofort aus mit der Leidenschaft, die wir in dieses Projekt steckten, doch ging uns jener Gemütszustand in Bezug auf Karthago nach und nach ab, da andere Projekte lockten und sich die oberirdische Bebauung als mühselig herausstellte. In letzten Monaten jedoch, wuchs Karthago stetig an und so wurde die Kanalisation stark erweitert, die Kaimauer mit anliegenden Räumlichkeiten wurde optimiert sowie bauliche Maßnahmen zur Gestaltung der oberirdischen Bebauung ergriffen, weshalb wir doch sehr guter Dinge sind und ich an dieser Stelle auch behaupten mag, dass es wahrscheinlich ist, dass Karthago innerhalb der ersten Hälfte 2013 nächsten Jahre zur Gänze, das heißt: mitsamt aller Raffinessen, wie dem Händlerviertel, der Unterstadt, der Kanalisation, den Slums sowie dem Senatsviertel, welche allesamt miteinander verbunden sind, fertiggestellt sein wird.

      Alte Karten, auf denen auch Karthago zu sehen ist oder auch nicht:
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    • [img]http://craftasy.com/MG/Karthago/Kaufbauundlage.png[/img]


      Der Aufbau der Stadt ist recht einfacher Natur und keine Thematik, die allzu vieler Worte bedarf. Grob gesagt, existieren drei verschiedene Themengebiete, die jeweils ein anderes soziokulturelles Umfeld darstellen: Die eigentliche Stadt, die kanalisation mit der Unterstadt sowie die Slums. Bei diesen drei größeren Einteilungen herrscht jeweils ein Grundthema und eine ästhetische Idee vor, doch kommt es innerhalb dieser Bereiche dennoch zu Variationen des dort tonangebenden Stils und bewussten Brüchen, die dahingehend abzielen, ein möglichst authentisches Erlebnis einer lebendigen Handelsstadt zu bieten. Und auch in den besagten Gebieten gibt es durchaus noch weitere Unterteilungen, die jedoch verschiedenartig ausfallen können. So ist die Oberstadt in mehrere baulich voneinander getrennte Bezirke (Senatsbezirk, Schattenbezirk, Mauerbezirk, Hafenbezirk, Handelsbezirk) unterteilt, die nur geringfügig im Stil variieren, während in den unterirdischen Bereichen der Stadt der Übergang primär durch ästhetische Mittel vermittelt wird. In den Slums und der restlichen Peripherie ist die Trennung dann wiederum eher am Standort festzumachen, obwohl auch hier durch stilistische Schlüsselreize suggeriert wird, wo man sich aufhält und was es damit auf sich hat. Ferner gibt es natürlich einige Begebenheiten, die als reine Übergangsgbiete fungieren und sich schwerlich zuordnen lassen. Das beste Beispiel hierfür wären die zahlreichen Kellerverbindungen und sonstige Tunnel, deren jeweilige Zuordnungen sich nicht eindeutig bestimmen lassen.

      Karte der Bezirke:
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      Die Oberstadt wirkt durch seine zahlreichen Auf- und Anbauten, Verschläge, Kisten und Waren sehr geschäftig und auf den ersten Blick höchstwahrscheinlich ebenso unübersichtlich und chaotisch, wo nicht wenige Seitengassen dazu einladen, sich in diesen zu verlieren, man wird auf den zweiten Blick jedoch sehr schnell der stringenten Ordnung, die durch die geradelinigen Hauptstraßen geschaffen wird, gewahr: Eine Ordnung die fürwahr eine oberflächige Ordnung sein mag, jedoch in Verbund mit den baulichen Einteilungen, die zum Einen durch die bloße Bebauung durch Häuser und zum Anderen durch Ebenen mit unterschiedlichen Bauniveaus bestehen, ein schlüssiges Gesamtbild ergibt, welches zwar zunächst den Eindruck einer scheinbar offensichtlichen Trennung der einzelnen Bereiche und Bezirke vermittelt, sich dann aber als eine Illusion, beziehungsweise eine teilweise Illusion entpuppt, wenn man denn die Keller und etwaige andere Räumlichkeiten erforscht und dabei schnell festmachen muss, dass man quasi von überallher überallhin kommen kann. Denn es ist so, dass die Stadt in ihrem Aufbau ganz und gar die Mentalitäten und auch Persönlichkeiten ihrer Bewohner widerspiegelt und man daher zwischen dem wichtigen logistischen Netzwerk und den verborgenden, kulturellen Bereichen unterscheiden kann, sprich: Das öffentliche suggeriert eine Einteilung während das private Element, diese Einteilungen und Grenzen - gleichsam eines Baumes, der einen Stein mit seinen Wurzeln durchdringt- auflockert und zerwühlt, sie jedoch nicht gänzlich ad Absurdum führt. Trennungen existieren sicherlich, doch sind sie keine hermetischen Abriegelungen zweier Welten sondern lediglich eine graue Zone zwischen zwei mehr oder minder festdefinierten Konventionen. Einzig und allein das Senatsviertel könnte man als zum Teil abgeschlossen erachten, doch auch hier wird man schnell merken, dass der Verkehr dort - und das trotz aller Kontrollen und Wegsperren - locker vonstatten geht.

      Straßen und Innenhöfe von Karthago:
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      Straßen und Innenhöfe von Karthago(ältere Bilder):
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      Die Bereiche unter der Unterstadt, könnte man zwar als einen verlängerten Arm jener Gassen, Innenhöfe und Keller nennen, die das Gefüge der bloßen merkantilen Ordnung innerhalb der Oberstadt als Teil des privaten Elements auflockern, doch wäre dies viel zu einfach und zudem ungerecht, wenn man sich damit bekannt macht, dass dort unten, am wahrscheinlich unwahrscheinlichsten Ort, trotzt aller Widrigkeiten und Gefahren eine Gesellschaft existiert, die gegenüber jener anderen, die über ihren Köpfen haust, durchaus ihre Eigenheiten und Besonderheiten aufzuweisen hat. So kann man auch hier gewisse Bereiche festmachen, die jedoch wesentlich spezieller sind als ihre oberirdischen Äquivalente, aber auch verworrener und verknoteter in ihrer Form der logistisch, kulturellen Interaktion. Grob kann man diese Region in drei Haupttypen unterteilen, wovon der Erste (Typus I) noch direkt der Peripherie der Oberstadt entspringt und dieser teils auch zugeordnet werden kann. Dieser Bereich bezeichnet nämlich die tieferliegenden Keller, Lagerstätten und andere Innenräume, wie zum Beispiel jene, die der Kaimauer entspringen. Typus II ist dann darauf die Kanalisation, ein Bereich der im regen Kontakt und "Austausch" mit der Oberwelt steht, während Typus 3, jene Bereiche bezeichnet, die an sich einen eigenen Kulturraum darstellen, also die eigentliche Unterstadt am Sammelbecken (ironischerweise direkt unterhalb des Senatsbezirks gelegen) sowie die daraus hervorgegangene Höhlenwelt. Interessanterweise befinden sich in den Gebieten des dritten Typen Ruinen, die darauf hinweisen, dass sich dort eine einstmals oberirdische Siedlung befunden hat, die dann später schlicht überbaut wurde. Zudem sind mehrere Brandhorizonte erkennbar, die auf größere Zerstörungen in der Vergangenheit hinweisen.

      Unterstadt von Karthago (Typus I):
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      Unterstadt von Karthago (Typus II):
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      Unterstadt von Karthago (Typus III):
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      Was den etwas kärglichen Speckgürtel der Stadt, also die hiesigen Slums anbelangt, so sind diese nicht unmittelbar einer Einteilung unterworfen worden, wo sie sich doch willkürlich und gänzlich ohne Einwilligung des Senats oder sonstiger Autoritäten aus dem Sand sowie den Abfällen der Stadt erhoben hat und sich seit ihrer Entstehung vor ungefähr 300 Jahren immer weiter ausgebreitet haben. Lediglich der Weg, welcher vom Tor in die Weiten der Wüste von Quadesh verläuft, trennt die Slums in zwei Bereiche auf, die sich aber kaum voneinander unterscheiden. Übrigens ist der geneigt Leser an dieser Stelle unbedingt über das Schicksal jener Häuser zu unterrichten, welche dergestalt erbaut werden, als dass sie ein Hindernis für den Reisenden darstellen, sprich: wenn sie an oder unmittelbar auf dem Pfad gebaut werden. Sollte dergleichen passieren, sind die Wesenschaften, welche die Slums bevölkern gezwungen diese Behausung innerhalb einer Woche zu entfernen, sollte dies nicht schnell genug erfolgen oder der Abriss nicht gründlich geschehen, so können Strafmaßnahmen (Massenhinrichtungen, Gewaltexzesse, Vergewaltigungen, etc.) durch die Söldnergilde erfolgen. Ein Teil des Abwassers der Stadt wird in die südlichen Slums entlassen zudem gibt es abseits der Slums durchaus noch ein paar andere Stätten, die man der Peripherie der Stadt anrechnen kann, deren Erwähnung aber nicht unbedingt lohnenswert wäre.

      Slums von Karthago:
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    • [img]http://craftasy.com/MG/Karthago/Karchitektur.png[/img]


      Die Architektur innerhalb der Stadtmauern Karthagos lässt sich, aufgrund der teils frappierenden Ähnlichkeit, gut als eine Abwandlung jener architektonischen Ideale definieren, welche in den ländlicheren Ortschaften parsischer Prägung, namentlich: Brago und Opiana, vorherrschen, was nicht sehr verwunderlich ist, da die Einwohner Karthagos zwar reich sein mögen, doch diesen Reichtum nicht im Sinne verwenden, als dass sie ihn möglichst hemmungslos ausgeben oder gar verprassen, sondern in einer Art und Weise wirtschaften, bei der nur unerhebliche Teile des jeweiligen Vermögens tatsächlich dazu angewandt werden, sich mit repräsentativen wie bequemlichen Mitteln, wie dem Luxus einer wohnlichen Unterkunft, auszustatten, allerdings wird trotz dieser Mentalität doch auch viel Wert darauf gelegt, sich seinen Verhältnissen entsprechend zu repräsentieren, sprich: Eine gewisse, geschmackvolle Schlichtheit im Stil wird protzigem Gehabe, wie es zum Beispiel in zahlreichen Prunkbauten der anderen Städte Quadeshs zum Vorschein kommt, in all seinen Formen und Farben und sei es auf Fassaden, Mobiliar, Kleidungsstücke oder andere Sachlichkeiten von hohen Wert bezogen, stets vorgezogen, wobei es, wie auch in vielen anderen Gemeinwesen, in diesem Bereich natürlich auch Ausnahmen gibt, welche jedoch derart vereinzelnd anzutreffen sind, dass sie keinen (gut-)sichtbaren Stilbruch im städtischen Gesamtwerk darzustellen vermögen.


      Um im Spezifischen auf die baulichen Dimensionen einzugehen, so muss man sagen, dass in der Stadt kaum stilistische Artefakte, wie Häuser in einem anderem Stil, seltsam unpassende Zierwerke oder dergleichen, existieren, was der Bewandtnis zu Grunde liegt, dass Karthago mehrere Male bereits der flammenden Wut seiner neidvollen Nachbarn ausgesetzt war und in Folge dessen schon zweimal (zuletzt vor ca. 400 Jahren) im Sturm genommen, geplündert und zerstört wurde, was die Überlebenden, sofern sie nicht in die Sklaverei verschleppt wurden, dazu zwang, sich stets eine neue Stadt, ein neues Karthago zu schaffen, welches dann akribischer, besser und vor Allem sicherer als das Vorherige geplant und ausgeführt werden sollte.So wurden die teuren, vormals fast ausschließlich verwandten, Materialien, wie seltene Hölzer und Natursteine, durch preiswertere und doch nachhaltigere Alternativen, wie Ziegel und Quader aus gepressten Sand und Hölzer aus dem unterjochten Blackshire oder dem wilden Arboria, ersetzt und die alte, komplizierte Bauweise, deren Vollführung sich oft lange hin zog und für alle Beteiligten eine finanzielle Zerreißprobe darstellte, wurde durch eine Form des Segmentbaus, welche man sich am Besten anhand der Mauer oder der stadtinternen Unterteilungen vor Augen führt, verdrängt, wobei diese Methodik mittlerweile immer weniger Anhänger hat, da sich auf politischen Erfolgen begründet doch wieder ein gewisser Reichtum herauskristallisiert, der die wohlhabenderen Bürger bereits dazu erheitert, sich wieder alten Marotten anzunähern, was vor Allem dann augenscheinlich wird, sobald man sich die zahlreichen Säulen, Zierrate und Schnörkel des Senatsviertels zu Gemüte führt.
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    • 5. Zusätzliche Inhalte
      Alter Städteguide

      Karthago ist eine Hafenstadt im Nordwesten des Kontinents Quadesh.

      Konzept

      Karthago ist eine betriebsame Hafenstadt und das wirtschaftliche Zentrum des Sultanats von Qudesh. Als solches weißt es eine hohe Einwohnerzahl sowie eine Vielzahl verschiedemer Ethnien auf. Der Stil wurde eigens für diese Stadt entwickelt und entspricht einer rustikaleren Variante der Architektur parsischer Städte wie Amida oder Pselkis.
      Karthago ist von einer imposanten Stastmauer umgeben und wird durch künstliche Hindernisse in verschiedene Bezirke eingeteilt. So gibt es den Schattenbezirk, der die hiesige Halbwelt darstellt, den Hafenbezirk, indem Waren gelagert und verwaltet werden, den Handelsbezirk, das finanzielle und gesellschaftliche Herz der Stadt und den Regierungsbezirk, wo die Aristokratie haust und die Geschicke der Stadt lenkt. Um die Stadt herum existieren zudem noch die Elendsvietel, die jedoch offiziel nicht zur Stadt gehören.


      Politik

      Da sich die Bewohner von Karthago am Sturz des Parsenreichs beteiligten, gewährte der Sultan Hashim ibn Ul-Umar, ihnen weitreichende Autonomie. Karthago ist lediglich dazu verpflichted das Sultanat wirtschaftlich und militärisch zu unterstützen.

      Regiert wird Karthago durch den Stadtrat, der aus zehn Mitgliedern der karthagischen Aristokratie gewählt wird. Grundsätzlich sind alle über-achtzehnjährigen Einwohner der inneren Stadt wahlberechtigt. Da Intrigen und Komplotte an der Tagesordnung sind, sind viele Wahlberechtigte jedoch nicht daran interessiert am politischen Geschehen teilzuhaben.

      Da das Sultanat schon seit einigen Jahrzehnten schwächelt, war Karthago in der Lage seine Position als wirtschaftliches Zentrum Quadeshs weiter auszubauen und beherrscht nun nahezu den gesamten Außenhandel des Sultanats. Durch Organisationen, wie der Söldnergilde oder der Karthagischen Handelsgilde, war es der Stadt zudem möglich außenpolitische Erfolge zu erzielen.
      So ist es Karthago zum Beispiel gelungen durch einen Überfall der Söldnergilde auf Blackshire den Erzherzog in einen Vasallenstatus zu zwingen um so an exklusive Bergbaurechte in der Provinz zu kommen.

      Die Gesetze in Karthago unterscheiden sich zum Teil stark von denen im restlichen Sultanat, so ist zum Beispiel der Konsum von Alkohol und anderen Drogen erlaubt und Frauen sind nicht dazu gezwungen "ihr Haupt zu bedecken", wie dies in Quataban und zum Teil auch in anderen Provinzen des Sultanats der Fall ist.

      Karthago unterhält freundschaftliche Beziehungen zu Caldera, Arboria und Tiuacen. Die Beziehungen zu Keltor und den anderen Staaten des Bündnisses Myron sind jedoch aufgrund jüngster Ereignisse etwas unterkühlt.

      Besonderheiten

      Durch die starken Repressionen, die das Sultanat in den parsischen Provinzen ausübt, wurden zahlreiche Menschen nach Karthago vertrieben, da sie glaubten dort sicherer und freier leben zu können. Die Stadtverwaltung, die dieser Menschenmenge durch Baumaßnahmen nicht Herr werden konnte (oder wollte), zwang sie, sich in Slums vor der Stadt niederzulassen. Vorherige Versuche die Verzweifelten mit Gewalt und Diplomatie zu entfernen schlugen fehl. Die Einwohnerzahl in diesen Gebieten nahm unwahrscheinlich schnell zu, so dass nun das Gros der Bevölkerung ausserhalb der Stadtmauern lebt. Die eigentliche Bevölkerung verachtet die "Neubürger", was sich darin widerspiegelt, dass Sklaven aus den karthagischen Slums in Preisen gehandelt werden, die einer einfachen Mahlzeit entsprechen. Mitglieder der Söldnergilde, die die Wache von Karthago stellt, sollen sogar dabei gesehen worden sein, wie sie willkürlich Menschen in den Problembezirken ausrauben und töten.

      Dadurch das Karthago im Wandel der Zeit oft zerstört oder umgebaut wurde, steht die heutige Innenstadt auf einem von zahlreichen Gängen durchzogenen Berg aus dem Schutt der letzten Jahrhunderte. Es heißt sogar, dass in der Kanalisation unterhalb der Stadt eine Parallelgesellschaft existiert, die ihren eigenen Regeln folgt und abseits der Zivilisation dunkle Rituale vollführt.


      Gründungsdatum : 23.9.2011

      Führung : MetalGandalf

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